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Weltkulturerbe der UNESCO

Weimar: Klassik und Moderne (1996)

Weimar: Klassik und Moderne

Copyright: Tourist-Information Weimar


Das klassische Weimar und die Bauhausstätten stehen seit 1996 bzw. 1998 auf der Welterbeliste der UNESCO. Insgesamt gehören 14 Ensembles, Gebäude und Parks dazu. Neben dem Goethe- und Schillerhaus zählen dazu unter anderen das Residenzschloss, die Stadtkirche, das Schloss Belvedere, der Park an der Ilm sowie für die Bauhausstätten das Haus am Horn, die ehemalige Kunstschule und die Kunstgewerbeschule.

Das klassische Erbe repräsentiert in seiner Gesamtheit und mit großer Authenzität die Epoche der Weimarer Klassik. Es ist zugleich ein maßgebender Teil der historischen Stadt Weimar. Zeugnisse des klassischen Weimars sind die Wohn- und Wirkungsstätten der Dichter und ihrer Mäzene. Unter ihnen finden sich qualitätsvolle Beispiele der Raumkunst um 1800 im Stil des europäischen Klassizismus. Ebenso charakteristische Zeugnisse des klassischen Weimars sind auch die Parkanlagen, von denen allein vier auf der Welterbeliste stehen.

„Das Bauhaus mit seinen Stätten in Weimar steht für die sogenannte Bauhaus-Schule, der Architektur, die zwischen 1919 und 1933 revolutionäre Ideen der Baugestaltung und Stadtplanung durchsetzte. Die Bauten der Bauhaus-Professoren von Walter Gropius bis Hannes Meyer, Lazlo Moholy-Nagy bis Wassily Kandinsky begründeten den Bauhaus-Stil, der die Architektur des 20. Jahrhunderts entscheidend geprägt hat“, hieß es in der Begründung der UNESCO. Heute werden die Gebäude von der Weimarer Bauhaus-Universität genutzt, sind der Öffentlichkeit jedoch jederzeit zugänglich. In den zurückliegenden Jahren wurden diese Häuser mit öffentlichen und privaten Mitteln aufwendig saniert.

Weimar ist damit eine der wenigen Städte in Deutschland, die auf engstem Raum ungezählte Denkmale zu bieten hat. Diese Stätten ziehen Jahr für Jahr Touristen aus aller Welt an, die auf den Spuren von Goethe und Schiller, Bach und Liszt sowie der Weimarer Malerschule und des Bauhauses unterwegs sind. Das macht Weimar zu einer Stadt der Superlative, die viele Gründe bietet, ihr einen Besuch abzustatten.

Hinzu kommt, dass die Stadt mit der Verleihung des Titels Kulturstadt Europas 1999 die Möglichkeit hatte, viele der Welterbe-Stätten zu restaurieren, so dass sie in neuem Glanz erstrahlend den Besuchern Zeugnis abgeben von der reichen Geschichte der großen, kleinen Stadt in Thüringen. Zugleich verbinden sich mit dem Titel Weltkulturerbe Pflichten, die die Stadt an der Ilm mit all ihren Möglichkeiten zu erfüllen weiß, denn schon Goethe hat angemerkt: „Die Werke der Kunst gehören nicht Einzelnen, sie gehören der gebildeten Menschheit an“.



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