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Weltkulturerbe der UNESCO

Völklinger Eisenhütte (1994)

Völklinger Eisenhütte

Copyright: Völklinger Hütte


Als „Ikone der Industriekultur“ wird sie gelegentlich beschrieben, ebenso als „Kathedrale der Arbeit“: die Völklinger Hütte. 1986 stillgesetzt, nahm die UNESCO die Völklinger Hütte 1994 als erstes Industriedenkmal aus der Blütezeit der Eisen- und Stahlindustrie in die Liste der Welterbestätten auf.

Das Völklinger Eisenwerk ist als Denkmal der Industriegeschichte Symbol einer zu Ende gehenden Epoche, die durch das Element Eisen und seine revolutionären technischen Möglichkeiten geprägt wurde.

Die Völklinger Hütte steht auch für die wirtschaftliche Prosperität Deutschlands und Europas, für die die Montanindustrie insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg eine Grundlage war

1881 von Herrmann Röchling erworben, entwickelte sich die Völklinger Hütte schnell zu einem der innovativsten und produktivsten Eisen- und Stahlwerke in Europa. Die Innovationsfreudigkeit der Unternehmerfamilie Röchling spiegelt sich auch heute noch in der Völklinger Hütte wieder. Die riesigen Maschinen und Anlagen auf über 600.000m2 ziehen die Besucher unwillkürlich in ihren Bann.

Die Gebläsehalle mit ihren über 6.000m2 Fläche ist heute aufregender Veranstaltungsort für Ausstellungen, Konzerte und Kongresse. Die dinosaurierhaften Gebläsemaschinen geben diesen Veranstaltungen eine einzigartige Atmosphäre. Die Möllerhalle, ehemals Zwischenlager für die angelieferten Rohstoffe, beherbergt in ihrem Untergeschoss ein ausgeklügeltes Abfüll- und Verladesystem. In dieser technisch beeindruckenden Anlage wurde die Ausstellung „Eisen-Fer“ inszeniert, die ab 17. März 2002 wieder dort zu sehen sein wird. Rund um die Hochofengruppe hat das Weltkulturerbe Völklinger Hütte mit „Element Wasser –Elément eau“ ein Sondierungsprojekt rund um das Thema Wasser gestartet, das in den kommenden Jahren Zug um Zug ausgebaut wird.

Die Kokerei mit Ihren riesigen Koksstampfmaschinen produzierte direkt vor Ort den Koks für die Hochöfen; seit der Stillegung der Hütte gilt sie als einer der idyllischen und beschaulichen Orte in der Völklinger Hütte.

Ab 2001 standen die Gichtbühne in 30 Metern Höhe und Hochofen VI den Besuchern wieder offen. Die Besucher der Völklinger Hütte haben den atemberaubenden Blick von der Gichtbühne auf Völklingen und die kompakteste Industriekulturregion Europas mit großer Begeisterung angenommen.



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