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Weltkulturerbe der UNESCO

Elbtal in Dresden (2004)

Elbtal in Dresden

Quelle: Dresden-Werbung und Tourismus GmbH Fotogarf: Christoph Münch


Das Elbtal in Dresden ist seit Juli 2004 auf der UNESCO-Liste des Welterbes verzeichnet. Die aus dem 18. und 19. Jahrhundert stammende Kulturlandschaft des Elbtals in Dresden umfasst etwa 18 Kilometer von Schloss Übigau im Nordwesten bis zum Schloss Pillnitz und zur Elbe-Insel im Südosten. Mittelpunkt ist das Zentrum Dresdens mit seinen zahlreichen Monumenten und Parks aus dem 16. bis 20. Jahrhundert.

Die Kulturlandschaft des Dresdner Elbtals vereint Natur und Architektur, Stadt und Landschaft. Das Elbufer prägen naturnahe Hangwälder und Flussauen. Entlang der Elbe reihen sich Festungsanlagen aus der Renaissance neben Villen der Gründerzeit. Schlösser und Gärten, wie die Schlossanlage Pillnitz, fügen sich harmonisch in das Landschaftsbild mit den Weinbergen des Elbtals ein. Schloss Pillnitz, im frühen 18. Jahrhundert unter dem Einfluss der ostasiatischen Mode erbaut, ist ein Beispiel für chinoise Architektur in Europa.

Zum architektonischen Erbe gehört vor allem das Ensemble der Dresdner Altstadt mit Residenzschloss, Hofkirche und Frauenkirche. Die Semperoper, stilistisch an der Hochrenaissance orientiert, gehört zu den bedeutendsten Theaterbauten des 19. Jahrhunderts. Der Zwinger gilt als eines der wichtigsten Bauwerke des Spätbarock in Europa. Die prachtvolle Promenade der Brühlschen Terasse entstand durch barocke Umnutzung der mächtigen Festungsanlagen am Altstädter Elbufer. Ebenso die Schätze der staatlichen Kunstsammlungen und die lebendigen Traditionen in Musik und bildender Kunst machen das reiche Kulturerbe aus.

Seit dem 15. Jahrhundert war Dresden Residenz der sächsischen Herzöge, Kurfürsten und später Könige. Unter Kurfürst Friedrich August I., genannt "der Starke", rückte Dresden zur Hauptstadt von europäischer Bedeutung auf. Das Stadtbild wandelte sich umfassend. Hof und Adel waren Auftraggeber umfangreicher Bauten und machten Dresden zur Barockstadt. Pöppelmann errichtete 1711 den Zwinger und das Taschenbergpalais, 1715 das Japanische Palais und 1721 die Pillnitzer Anlagen. 1734 wurde die Frauenkirche, 1755 die Kathedrale fertiggestellt. Es entstanden die großen Sammlungen der Gemäldegalerie und des Grünen Gewölbes und die erste europäische Porzellanmanufaktur. Im 18. Jahrhundert war die Stadt ein Zentrum europäischer Politik, Kultur und Wirtschaft. Eine Vielzahl von Künstlern und Wissenschaftlern hat in den vergangenen 400 Jahren im Dresdner Elbtal ihre Spuren hinterlassen.

Im Zweiten Weltkrieg zerstörten fünf aufeinanderfolgende Luftangriffe das Zentrum Dresdens fast vollständig. Oper, Zwinger, Schloss, Taschenbergpalais brannten völlig aus. 1964 war die Rekonstruktion des Zwingers abgeschlossen. Hofkirche, Johanneum, Albertinum, Stallhof und 1985 die Semperoper entstanden erneut. Die Ruine der Frauenkirche wurde zum Mahnmal gegen Krieg und Zerstörung. 1994 begann der Wiederaufbau unter Verwendung der geborgenen Bauteile. In "archäologischer Rekonstruktion" steht die Frauenkirche heute als weltweit beachtetes Zeichen der Versöhnung.



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