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Weltkulturerbe der UNESCO

Kulturlandschaft Neusiedler See/Fertö Österreich/Ungarn (2001)

Kulturlandschaft Neusiedler See/Fertö Österreich/Ungarn

Quelle: http://www.austria-tourism.com


Der einzigartige Naturraum am Ostrand der Alpen und am Westrand der Kleinen Ungarischen Tiefebene wurde 1993 zu einem grenzübergreifenden Nationalpark: Rund 230 qkm liegen auf ungarischem, etwa 100 qkm auf österreichischem Hoheitsgebiet. Der Südteil des Neusiedler Sees und die salzhaltigen, periodisch austrocknenden Lacken bilden den grössten Teil des 2001 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommenen Nationalparks.

Durch Abholzung, Entwässerung, Jagd und Beweidung haben die hier lebenden Menschen über die Jahrhunderte eine Kulturlandschaft geschaffen, in der die wirtschaftliche Nutzung und die Erhaltung der naturnahen Lebensräume in Einklang stehen. Die Landschaft wird zu einem beachtlichen Teil durch den Anbau von Wein geprägt, der stets eine bedeutende Rolle in der Region einnahm. Bis heute finden sich in den Orten rund um den See Kellergewölbe, Presshäuser und Kellergassen und bilden in den Zentren noch immer harmonische Ensembles oder lassen alte Ortsstrukturen erkennen.

Das Aufeinandertreffen von Tieren und Pflanzen aus alpinen, pannonischen, asiatischen, mediterranen und nordischen Gebieten führt zu einem aussergewöhnlichen Artenreichtum, der hier in vielfältigen Lebensräumen existiert. Mosaikartig liegen Feuchtgebiete, Trockenrasen, Eichenwälder, Sandsteppen, Weideflächen, Wiesengebiete und Salzstandorte nebeneinander. Etwa 300 Vogelarten leben hier, die Hälfte davon sind Zugvögel, für die das Gebiet als Ruheplatz während ihrer Reise unverzichtbar ist.



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